3 Tipps für Eure Hochzeit
Ich habe nur einmal geheiratet – aber ziemlich oft zugeschaut.
Meine eigene Hochzeit liegt mittlerweile über zehn Jahre zurück. Als Fotograf durfte ich seitdem allerdings unzählige Hochzeitstage begleiten und dabei beobachten, was hervorragend funktioniert – und an welchen Stellen unnötiger Stress entsteht. Deshalb maße ich mir drei kleine Tipps an, die euch vielleicht ein bisschen Zeit, Nerven und Hektik ersparen.
1. Gruppenfotos: Einmal planen. Danach abgeben.
Überlegt euch vor der Hochzeit, welche Familien- und Freundeskonstellationen ihr unbedingt fotografiert haben möchtet – und bringt sie in eine sinnvolle Reihenfolge. Dann muss beispielsweise der Opa mit Gehhilfe nicht dreimal innerhalb von 20 Minuten aus dem Saal geholt werden, sondern bekommt seine Bilder möglichst direkt hintereinander. Mein wichtigster Tipp: Gebt diese Liste anschließend eurem Trauzeugen oder einer anderen Vertrauensperson. Ihr habt euch einmal darum gekümmert – am Hochzeitstag kümmert sich jemand anderes darum. Je weniger organisatorischen Stress ihr habt, desto entspannter seid ihr. Und genau diese Gelassenheit sieht man später auch auf euren Bildern.
2. Vergesst die Kamera. Wirklich.
Ihr müsst nicht permanent zu mir schauen und euer schönstes Fotolächeln abrufen. Viel interessanter ist das, was zwischen euch beiden passiert: anschauen, lachen, berühren, ein Kuss, ein Eskimo-Kuss oder einfach dieser eine Blick, den nur ihr beide versteht. Ich helfe euch natürlich, wenn es nötig ist – aber die besten Momente entstehen häufig von ganz alleine. Ihr müsst sie nicht produzieren. Ich muss sie nur festhalten.
3. Ein bisschen Vorbereitung. Danach: Hochzeit feiern.
Auf fast jeder Hochzeit gibt es irgendwann jemanden, der mich fragt, ob ich wirklich gegen die Sonne fotografieren möchte. Ja. Meistens schon. 😉 Ihr dürft darauf vertrauen, dass ich weiß, warum ich eine bestimmte Perspektive, Position oder Lichtsituation wähle. Gleichzeitig bin ich für eure Ideen jederzeit offen: Schickt mir vorab gerne Inspirationen und Wünsche per WhatsApp. Für mich steht nicht mein künstlerisches Ego im Mittelpunkt, sondern das, was ihr euch von euren Bildern wünscht. Bereitet vor, was euch wichtig ist – und dann genießt euren Tag. Der Rest kommt. Und Ja gesagt haben bisher auch alle.